Eigentlich willst du nicht nur, dass sie bei dir bleibt und dir dein Leben erleichtert. Du willst nicht, dass sie zu dir gehört und sich mit dir identifiziert. Du willst, dass sie voll und ganz dir gehört und nicht im Traum daran denkt, dich zu verlassen. Entweder weil sie es nicht kann. Noch besser aber, weil sie es nicht will.
Viele Männer erreichen die jahrelange Treue einer Frau, in dem sie sie wirtschaftlich von sich abhängig machen. Denn wenn sie mit einer Scheidung ein gewisses Luxusleben aufgeben muss, wird sie sich diesen Schritt zweimal überlegen. Du musst also schon ein ganz übler Typ sein, wenn sie aus eigenem Antrieb das gemeinsame Haus verlässt, um in eine bescheidene Mietwohnung einzuziehen.
Frauen haben auch ein ausgeprägt soziales Bewusstsein und sind ihrem Mann treu, ganz einfach weil das Umfeld das einfach erwartet. Es ist sehr wichtig für solche Frauen, was Nachbarn, Freunde und Verwandte denken und sie harren lieber in einer frustrierenden Beziehung aus, bevor sie ihr gutes Ansehen aufs Spiel setzen. Dabei ist die Fassade wichtiger als das Innenleben. Hauptsache zum nächsten Familiengeburtstag lässt sich das Heile-Welt-Spiel aufrechterhalten und zu Weihnachten kann man an der festlichen Tafel einen auf glückliche Familie machen.
Andere spielen gerne die ewige Mutter und tun alles, um die Familie zusammenzuhalten. Ihre Kinder bilden den absoluten Lebensmittelpunkt. Jedes Problem ist ein Familienthema, das ausführlich besprochen werden muss. Das gemeinsame Wir steht weit vor dem eigenen Ich und die eigenen Kinder bleiben immer Kinder, auch wenn sie schon das vierte Lebensjahrzehnt erreicht haben. So eine Frau würde vielleicht dich verlassen, aber niemals ihre Kinder.
Aber ganz gleich, was ihre Motive sind und welche Rolle du dabei spielst. Ohne dich ist sie nicht das, was sie gerne sein möchte. Ohne dein Einkommen müsste sie deutlich kleinere Brötchen backen. Ohne deine Treue wäre sie irgendwann eine einsame Frau, die keiner mehr will, weil sie ihre äußere Attraktivität längst verloren hat. Ohne deinen Ring am Finger wüsste sie nicht, wohin sie gehört und welchen Sinn ihr Leben macht. Denn irgendwie hat es die Natur so gewollt, dass der Mann den Ton angibt und die Frau in seinem Schatten steht.
Zwar sind wir Männer heute nicht mehr die Herrscher, die wir früher einmal waren. Das Wort „Hausherr“ ist heute praktisch verpönt und wurde durch den Begriff der Partnerschaft ergänzt, die keine Hierarchien mehr zulässt. Doch von echten Partnern sind die meisten Beziehungen oder gar Ehen weit entfernt. Ganz einfach weil es praktisch überall ein Machtgefälle gibt, das nie offen ausgesprochen wird, aber ganz leise die Art bestimmt, wie man einander sieht und wie man miteinander umgeht.
Das heißt, wenn du es richtig anstellst, gehört sie nicht nur zu dir, sondern sie gehört dir und du hast ihr Leben in der Hand. Du bestimmst die Freiheiten, die sie sich erlauben darf. Du beherrschst die Geldströme, mit denen du ihre Unabhängigkeit diktierst. Du entscheidest, ob du sie an der kurzen oder langen Leine laufen lässt. Du gibt zu Hause den Ton an, auch wenn sie selbst einen Job hat und eigenes Geld verdient. Sie ist also deine Frau nicht nur in dem Sinne, dass sie an deiner Seite auftritt, sondern auch weil du durchaus Grund hast, sie als deinen Besitz anzusehen.
Du musst nur darauf achten, dass sie dir nicht über den Kopf wächst und mehr Freiheiten beansprucht, als du bereit bist, ihr zuzugestehen. Aber das hast du sich schon geregelt, indem du von Anfang an für die notwendigen wirtschaftlichen, moralischen und emotionalen Abhängigkeiten gesorgt hast.
Deshalb hast du sie auch voll in deine tägliche To-do-Liste integriert und zu einem Teil deiner Routine gemacht. Denn eine Frau braucht Aufmerksamkeit, wenn sie zu dir halten soll. Sie will das Gefühl haben, dass sie in deinem Leben eine wichtige Rolle spielt. Eine Tatsache, die viele Männer sträflich ignorieren und sich dann wundern, wenn sich die eigene Frau immer weiter von ihnen entfremdet, bis da nichts mehr ist, was für Zusammenhalt sorgt.
Dabei ist es ganz einfach, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Ein paar kleine Gewohnheiten genügen schon, um die Kommunikation aufrecht zu erhalten und jeder Entfremdung entgegenzuwirken. Zum Beispiel die Gewohnheit, ihr jeden Tag eine WhatsApp-Nachricht zu schicken, auch wenn da eigentlich kein Informationsgehalt drin steht. Denn ein paar nette Worte genügen schon, um das Wirgefühl zu festigen. Sie wird es mit einem Lächeln wahrnehmen und spontan all die Unzulänglichkeiten vergessen, die es zwischen euch vielleicht gibt.
Noch wichtiger sind die kleinen Aufmerksamkeiten, über die sich jede Frau freut. Wir Männer werden wohl nie verstehen, was an einem Strauß Blumen so faszinierend ist. Für uns ist es lediglich tote Botanik, die schon nach wenigen Tagen verwelkt ist und achtlos in der Tonne landet. Für eine Frau ist es das beste Beispiel dafür, dass du an sie gedacht hast und sie daher nach wie vor eine Rolle in deinem Leben spielt.
Von Zeit zu Zeit solltest du daher beim nächsten Blumenhändler vorbeischauen, um etwas Buntes mit nach Hause zu bringen. Am besten ist, du trägst schon Anfang des neuen Kalenderjahres einen sich monatlich wiederholenden Termin mit dem Stichwort „Blumen“ ein. Denn du weißt ja, was da nicht drin steht, wird früher oder später vergessen und du hast es mit einer übel gelaunten Frau zu tun, die sich vernachlässigt fühlt.
Solche an und für sich simplen Aufmerksamkeiten kosten nicht die Welt und sind viel wirksamer als jedes opulente Geschenk zu Weihnachten und zu ihrem Geburtstag. Wobei ihr Geburtstag einen roten Eintrag im Kalender verdient. Euer Hochzeitstag sowieso und der alljährliche Valentinstag und Muttertag sollte ebenfalls drin stehen.
Ach ja, natürlich will jede Frau von Zeit zu Zeit ausgeführt werden. Schließlich muss sie ein paar Gründe im laufe des Jahres haben, sich extra herauszuputzen und schick anzuziehen. Auch das gehört daher auf deine To-Do-Liste.
Es sind nicht die großen Momente im Leben, die einer Frau sagen, dass sie zu dir gehört. Es sind die kleinen, täglichen, wöchentlichen und monatlichen Aufmerksamkeiten, die sie von dir erfährt. Sie sind es, die ihr immer wieder sagen: der denkt an mich, er liebt mich, ich bedeute ihm etwas. Solche Kleinigkeiten kosten nicht viel und sie lassen sich probemlos in deinen Tag integrieren. Aber sie wirken wie Kaugummi, der nicht abgeht und euch beide untrennbar miteinander verbindet.
