Die Philippinen gelten als Geheimtipp unter dominanten Männern. Vor allem in den ländlichen Regionen trifft der Mann noch auf junge Frauen, die fest an Gott glauben und noch wissen, was Erziehung ist.
Das macht schon eine kleine Webrecherche deutlich. In einschlägigen Dating-Portalen wie PinaLove fällt vor allem eines auf: Emanzipation gibt es hier nicht. Praktisch jede Frau betont hier, wie treu sie ist und dass sie einen Mann sucht, der ihr ein Leben lang bei ihr bleibt. Ihm verspricht sie, eine gehorsame Ehefrau zu sein, die bereit ist, alles zu tun, um ihren Ehemann glücklich zu machen.
Von Partnerschaft ist hier nicht die Rede. Nein, die Philippinen sind ein streng katholisches Land und Filipinas wollen geheiratet werden, wie es sich gehört. Auch feministische Tendenzen sucht man hier vergebens. Hier geht es betont traditionell zu. Der Mann führt die Frau und sie sorgt dafür, dass es ihm an nichts fehlt. Ein dominanter Mann wird hier ausdrücklich begrüßt. Er ist kein Macho oder wird sogar als toxisch beschimpft. Nein, hier ist der Mann noch Mann und die Frau will daran auch nicht rütteln.
Auffallend bei PinaLove und andren Portalen zur Vermittlung philippinischer Frauen ist der hohe Anteil von jungen Frauen kurz vor dreißig. Mit dreißig gilt nämlich eine Frau hier als alt und gerät in Panik, keinen mehr abzubekommen. Frauen über dreißig sind auch fast nur Second Hand zu bekommen, denn auf den Philippinen heiratet man früh und bis spätestens vierzig wird ein nicht unerheblicher Teil der Frauen von ihren Männern abgelegt und steht damit zur Zweitverwertung zur Verfügung.
Damit tun sie sich allerdings ziemlich schwer, denn Frauen mit dreißig oder gar vierzig haben nicht selten drei und mehr Kinder am Hals, die mehr schlecht als recht versorgt werden müssen. Sie flehen daher geradezu darum, wieder geheiratet zu werden und behandeln ihren Mann und Gönner wie einen König, nur damit er bleibt. Vor allem, damit sein Geld bleibt und die Ernährung der fremden Brut gesichert ist. Wer also eine geschiedene Filipina mit Anhang nimmt, ist der uneingeschränkte Herr des Hauses. Er darf sich auf ein devotes Weib freuen, das ihm jeden Wunsch von den Augen abliest, weil es Angst davor hat, jeden Augenblick verlassen zu werden.
Was in den Dating-Börsen auch auffällt, sind viele junge Filipinas in den Zwanzigern, die bereits ein, zwei oder gar drei Kinder haben. Auf den Philippinen hält sich nämlich hartnäckig das Gerücht unter Frauen, dass man einen Mann am besten an sich binden kann, indem man ihm ein Kind macht. Oder eben zwei, oder gar drei. Doch die hohe Zahl an Männer suchenden Frauen in den Dreißigern und Vierzigern besagt genau das Gegenteil. Die Zeiten, als sich Männer für ihre Kinder noch verantwortlich fühlten, sind auch in den Philippinen längst vorbei.
Dazu kommt, dass sich die ärmeren unter den philippinischen Frauen Verhütungsmittel einfach nicht leisten können. Außerdem macht sich auch hier der Einfluss der Katholischen Kirche bemerkbar, die in der Dritten Welt nach wie vor predigt, dass Verhütung eine Sünde ist. Das steht zwar nirgends in der Bibel, aber die Kirche war schon immer erfinderisch, um eigene Gesetze durchzusetzen, um die Menschen arm und unabhängig zu halten.
Dazu trägt auch die hohe Arbeitslosenquote in den Philippinen bei. Ein Mann, der bei minimalem Einkommen zwei, drei Kinder durchfüttern muss, sucht eben irgendwann das Weite und lässt die Frau mittellos zurück, um wenigstens für sich selbst genügend Geld zu haben. Es gibt zwar Gesetze, die ihn zum Unterhalt verpflichten, aber ohne Rechtsanwalt lassen die sich kaum durchsetzen. Und für den hat eine verlassene philippinische Mutter einfach kein Geld.
Wenn man an diese Zusammenhänge denkt, ist es nicht verwunderlich, dass sich Filipinas unter westlichen Männern großer Beliebtheit erfreuen. Für eine Filipina ist die Heirat eines Amerikaners, Australiers oder Deutschen geradezu ein Pass in die Freiheit. Sie wird also einen Mann aus dem Westen als ihre Rettung ansehen und ist bereit, nahezu alles zu tun, um ihn für sich zu gewinnen und ihn möglichst dauerhaft zu behalten. Im Vergleich zu den Filipinos gelten nämlich westliche Männer als treu und zuverlässig. Und sie haben genügend Geld, um sich eine Frau samt Kind überhaupt leisten zu können.
Was natürlich auch der Mann weiß und sich seine Stellung gegenüber der Frau fürstlich vergüten lässt, und zwar in der besten Währung, in der eine Frau sich erkenntlich zeigen kann. Während er sich bei einer westlichen Frau heute kaum noch als Herr des Hauses aufspielen kann, wird diese Rolle von einer Filipina geradezu erwartet. Sie wird sich fügen, wenn er ein Machtwort spricht, denn so ist sie erzogen worden und so hat sie es auch bei ihren Eltern erlebt. Der Mann hat das Sagen und die Frau ist dafür da, um ihn glücklich zu machen.
Doch nicht alles ist Gold, was sich bei PinaLove und anderen Seiten so tummelt. Das Betrugsrisiko ist immens und hinter so manchem bildhübschen Mädchenbild verbirgt sich nichts als eine Betrugsmasche. Manchmal steckt dahinter noch nicht einmal eine Frau, sondern ein organisierter Betrügerring, der es auf das Geld westlicher Glückssucher abgesehen hat. Der Weg zur fernöstlichen Weiblichkeit kann daher durchaus steinig sein. Aber wenn die Richtige erst einmal gefunden und eingeflogen ist, entfaltet sich ein erfreuliches Liebes- und Zusammenleben, wie man es bei den heimischen Frauen nur noch selten findet.
Wobei die Philippinen nur ein Beispiel aus der asiatischen Welt sind. Das über Jahrtausende entstandene traditionelle Frauenbild ist nämlich in Indonesien nicht viel anders und auch bei den Chinesen oder Japanern weiß die Frau genau, was ihre Rolle ist. Und die ist nicht viel anders, als sie eben schon immer war.
