Frauen drängen nach vorn. Und darin liegt eine ganz eigene Problematik.

Über Jahrtausende war die Welt der Frauen weitgehend vorbestimmt: Heirat, Mutterschaft und Kindererziehung auf Lebenszeit. Doch in den Regionen der Welt, in denen es Kontrazeptiva gibt, haben sie sich von ihrer rein biologischen Bestimmung freigemacht. Sie fühlen sich emanzipiert und manche glauben sogar allen Ernstes, Männer und Frauen wären gleich, hätten gleiche Fähigkeiten und sind daher eigentlich austauschbar.

Die Folge ist eine weitreichende Feminisierung in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die weit mehr verändert hat, als so manchem bewusst ist.

An den Unis gleicht sich der Anteil von Frauen und Männern immer mehr an. Die Medien werden mittlerweile nahezu dominiert von Frauen. In der Verwaltung und den Institutionen ist es nicht viel anders. Wir leben in einer Zeit der Feminisierung, die mittlerweile unübersehbar ist. In großen Unternehmen gibt es Gleichstellungsbeauftragte, denen an einer Gleichstellung von Mann und Frau wenig gelegen ist. Vielmehr sehen sie ihre Aufgabe eher darin, auf allen Ebenen eine möglichst hohe Präsenz von Frauen zu erreichen.

Weibliche Politik

Doch am auffälligsten ist der Wandel in der Politik. Über viele Jahrhunderte hinweg war Politik ein reines Männergeschäft, in dem Frauen die absolute Ausnahmeerscheinung bildeten. Heute finden Männer in der Wirtschaft deutlich lukrativere Betätigungsfelder und haben die politischen Institutionen zunehmend den Frauen überlassen. Das Ergebnis kann jeder sehen und es ist alles andere als positiv. Man denke nur an eine Ursula von der Leyen, die in der EU ihr intrigantes Verhalten ungehemmt ausleben kann. Oder an eine Annalena Baerbock, die von den Grünen allen Ernstes zur Außenministerin gewählt wurde.

Die Folge der Feminisierung sind auch unzählige Ministerien, die von Frauen geführt werden, bei denen schon ein Blick in die Vita genügt, um den offensichtlichen Mangel an Kompetenz zu erklären.

Wobei auch der ausgeprägte Linkstrend der vergangenen Jahre im Wesentlichen ein weibliches Phänomen ist. Frauen wählen deutlich linker. Und Linke sind weit intoleranter gegenüber anderen Meinungen als es Konservative sind. Deshalb bildet sich auch sofort ein wütender linker Mob, wenn der politische Gegenspieler irgendwo in Erscheinung tritt. Und dafür spricht die gewalttätige Antifa, die sich mit Polizei und Andersdenkenden offene Straßenkämpfe liefert. Sie alle werden von linken NGOs organisiert und teilweise auch bezahlt.

Dazu passt, dass man auf Parteitagen der Linken und Grünen, aber auch der Sozis heute vor allem weibliche Gesichter sieht und weibliche Sprecher zu hören bekommt. Die wiederum bewegen sich vor allem in den eigenen Denkblasen und halten ihre sozialistisch bis kommunistische Weltsicht für das Maß der Dinge. Dabei zählen Fakten und Erkenntnisse wenig und bloße Annahmen werden ganz schnell zu unangefochtenen Fakten. Die früher unter Politikern übliche mehr oder weniger gepflegte Debattenkultur verwandelt sich unter Linken zur reinen Selbstbeweihräucherung. Gegensätzliche Aussagen im Bundestag lösen sofort hysterische Zwischenrufe aus, die viel über das geistige Niveau der Linken aussagen.

Weibliche Realität

Die amerikanische Autorin Helen Andrews schrieb über die zunehmende weibliche Präsenz in allen Bereichen ein Essay unter dem Titel «The Great Feminization», das die Folgen der Feminisierung analysiert und große Beachtung fand. Ihre eindeutige Schlussfolgerung: Die Feminisierung gefährdet die Funktion wichtiger Institutionen und muss daher durchaus kritisch gesehen werden.

Das beginnt schon bei den rein biologischen Fakten. Sie weisen darauf hin, dass die Psychologie und Psychologie von Frauen alles andere als unproblematisch ist. Rein biologisch gesehen sind Frauen eigentlich vor allem zum Kindergebären geschaffen und das macht ihnen die Natur auch jeden Monat aufs Neue klar. Sie unterliegen während der entscheidenden Lebensjahre einem ständigen Hormonzyklus, der wiederholte körperliche Einschränkungen und stark schwankende Stimmungen mit sich bringt. Daran kann auch kein Ovulationshemmer etwas ändern. Das ist schlicht und einfach Teil ihrer Weiblichkeit und man kann zwar darüber diskutieren. Aber man kann es nicht abstreiten.

Dass männliche und weibliche Gehirne grundlegend anders strukturiert sind, weiß die Gehirnforschung schon seit den 80er Jahren. Mit einem Gehirnscan lässt sich eindeutig nachweisen, dass bei gleicher Tätigkeit im Gehirn eines Mannes völlig andere Regionen aktiviert werden als bei einer Frau. Das ist keine Erkenntnis im Sinne von besser oder schlechter. Das weist lediglich auf Unterschiede hin, die zur menschlichen Realität gehören.

Und das erklärt auch, weshalb Berufe, in denen typisch weibliche Empathie gefragt ist, vor allem von Frauen bevorzugt werden. Berufe, die vor allem männliches Entscheidungsvermögen und abstraktes Denken verlangen, waren hingegen schon immer eine reine Männerdomäne. Daran konnte auch die weit verbreitete Feminisierung nichts ändern.

Weibliche Empathie

Diese tief in der weiblichen Psyche verankerte Empathie ist wohl auch der Grund für die geradezu groteske Offenheit gegenüber Immigranten und Asylsuchenden, die man im linken Milieu der westlichen Welt vorfindet. Kühle Fakten finden in weiblichen Köpfen eben nur schwer Zugang. Auf das emotional aufgeladene Denken von Frauen hat die Tragik sinkender Flüchtlingsboot im Mittelmeer eben eine weitaus größere Wirkung als jede rationale Sichtweise. Über Folgen und Zusammenhänge.

Sie ignorieren daher einfach, dass diese Menschen zwar bedauernswert sind, aber weder den Intellekt noch die Ausbildung mitbringen, um sich in der hoch technisierten westlichen Welt zurechtzufinden. Sie sind auch blind für den eigentlich unübersehbaren Frauenhass muslimischer Messerstecher, die mit unserem christlichen Weltbild nicht klar kommen und als Antwort nur die Gewalt kennen, die sie seit ihrer Kindheit erlebt haben.

Auch das breit demonstrierte Mitleid für die Lage der Palästinenser folgt demselben Muster. Weibliche Empathie nimmt zwar das unsagbare Leid vor Ort wahr. Ausgeblendet wird jedoch die nach wie vor ungebrochene Unterstützung der Hamas mit ihrem blinden Hass und ihrem barbarischen Vorgehen gegen alle, die in ihren Augen als Ungläubige gelten. Nicht ohne Grund schotten sich selbst muslimische Nachbarn mit hohen Mauern vor den Palestinensern ab.

Weibliche Wokeness

Lawrence Summers, ehemaliger Präsident der Harvard-Universität, hielt 2005 einen Vortrag und wies darauf hin, dass Frauen in technischen Fakultäten und im gesamten wissenschaftlichen High-End-Bereich unterrepräsentiert sind. Unter den Superbegabten finden sich also deutlich weniger Frauen, was eigentlich jeder beobachten kann. Summers verwies dabei auf zahlreiche Studien zu den biologischen Unterschieden zwischen Mann und Frau, die den aktuellen Stand der Gehirnforschung wiedergeben.

Summers sei auf typisch feminine Art gecancelt worden, schreibt Andrews über das Ereignis. Sie sprach damit eine typisch weibliche Reaktion an: Emotionale Verurteilung statt logischer Argumentation. Die Cancel-Culture ist ein Teil der allgemeinen Wokeness-Bewegung. Beides sind rein weibliche Phänomene. Sie treten auf, sobald es in einem bestimmten Bereich genügend Frauen gibt, um ein starkes weibliches Wirgefühl auszubilden.

Wokeness nämlich keine Ideologie, sondern Demografie und trägt typisch weibliche Wesenszüge: Es geht darum, das Weibliche dem Männlichen vorzuziehen. Es geht um Empathie vor Rationalität, Sicherheit vor Risiko, Zusammenhalt vor Wettbewerb. Frauen als Gruppe ziehen eben Konsens und Kooperation vor. Männer tragen Konflikte offen aus. Frauen unterminieren und intrigieren. Sie ächten ihre Kontrahentinnen und tragen Differenzen aus dem Hinterhalt heraus aus. Das Ergebnis ist eine Gesellschaft, in der Konflikte im Verborgenen blühen und nach außen kaum sichtbar werden.

Weibliche Präferenzen

Das offenbaren auch Umfragen an amerikanischen Universitäten. Auch hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Bei einer Befragung zu freier und eingeschränkter Meinungsfreiheit bevorzugten 61 Prozent der Männer die freie Rede, aber nur 35 Prozent der Frauen. Außerdem können oder wollen Frauen nicht klar zwischen Meinungen und Erkenntnissen trennen. Soziologieprofessoren wurden 2018 danach gefragt: nur 31 Prozent der Frauen waren für eine klare Trennung; 57 Prozent waren dagegen. Bei den Männern war es genau umgekehrt. In Deutschland zeigte eine aktuelle Umfrage an Unis, dass eine beträchtliche Anzahl der Studierenden dafür ist, Vorträge zu streichen und Bücher zu entfernen, die eher konservative Meinungen wiedergeben und damit dem aktuellen Konsens widersprechen.

Die Medienwelt wird mittlerweile zunehmend von weiblichen Meinungsbildnern geprägt. Der Anteil der weiblichen Redakteure und Moderatoren liegt bei knapp 50 %. Die New York Times ist seit 2018 sogar mehrheitlich weiblich, was auch ihre Linkslastigkeit erklärt. Und was in der New York Times steht, sagt Andrews, entscheide, was nicht nur in den USA als Wahrheit gilt. In Europa und auch dem deutschsprachigen Raum ist die Situation ähnlich.

Was bedeutet es für die Wissenschaft, wenn Erkenntnisse dem allgemeinen Konsens unterordnet werden? Wie sieht es mit der öffentlichen Meinungsbildung aus, wenn nur noch Nachrichten die unausgesprochene Zensur durchdringen, die dem allgemein akzeptierten Narrativ entsprechen? Guter Journalismus soll kritisch, unabhängig und unbequem sein. Unter weitgehend weiblichen Journalisten wird er zum kuscheligen Meinungsbild, das die gewünschte Sichtweise wiedergibt und dabei alle unbequemen Fakten ausblendet.

Katja Rost, Soziologieprofessorin an der Universität Zürich, sieht jedoch noch einen anderen Trend, den man vielleicht als horizontale Gender-Segregation bezeichnen kann: Frauen bevorzugten einfach andere Fachgebiete als Männer. Sie studieren sie Fächer, die mit weiblichen Rollenbildern eher übereinstimmen, wie Medizin oder Psychologie. Gleichzeitig meiden Männer zunehmend Berufs- und Forschungsfelder mit einem hohen Frauenanteil, so Rost.

Im Medienbereich ist der Trend ganz ähnlich: Immer mehr Männer machen sich selbstständig und nutzen dabei die Möglichkeiten, die ihnen heute das Internet bietet. Männer wie Roland Tichy und Boris Reitschuster treten als eigene Stimme im Meinungscocktail auf. Zahlreiche männlich geprägte Podcasts generieren eine zunehmend höhere Reichweite. Vorrangig digitale Medien wie Epoch Times und NIUS bilden einen immer lauteren Gegenpol zum weitgehend weiblich gefärbten Mainstream.

„Da passiert viel, da entsteht Innovation“, meint Rost und ergänzt: „Orte der Innovation sind nach wie vor oft männlich geprägt – das hat mit Risiko und Wettbewerb zu tun.“

Die Pille hat also neue Chancen für die Frauen geschaffen und das kann man durchaus positiv sehen. Doch die Biologie ließ sich damit nicht verändern. Männer und Frauen haben nach wie vor unterschiedliche Lebensrealitäten. Ihre physischen, psychischen und intellektuellen Bedürfnisse unterscheiden sich grundlegend. Weibliche Empathie steht männlichem Faktendenken gegenüber. Ausgeprägtes Wirgefühl trifft auf Konkurrenzverhalten. Feminine Sanftheit ist ein Gegenpol zu maskuliner Härte. Ein Besser oder Schlechter gibt es hier nicht, denn was der Eine besonders gut kann, ist genau das, was der Anderen fehlt. Stärken und Schwächen lassen sich daher nicht gegenseitig aufrechnen. Aber sie lassen hervorragend ergänzen.

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