Es gibt Männer, die genießen Anerkennung und Respekt. Andere bemühen sich intensiv darum, finden aber nie die Zustimmung, die sie gerne hätten. Dafür gibt es gute Gründe und viele davon drücken sich in ganz einfachen Verhaltensweisen aus, die selten ausgesprochen, aber immer wahrgenommen werden.
Ein Mann mit Format tut nicht alles, was man von ihm erwartet. Aber er er kennt die Etikette, nach der die Gesellschaft funktioniert und weiß, wie er sich im öffentlichen und privaten Bereich bewegen muss, um nicht negativ aufzufallen und zu demonstrieren, dass er die ungeschriebenen Regeln des menschlichen Miteinanders beherrscht.
So stehen zum Beispiel Männer mit Format auf, wenn sie jemand begrüßen. Sie würden es als respektlos ansehen, einfach sitzen zu bleiben und die Hand auszustrecken. Eine Begrüßung hat auf Augenhöhe stattzufinden, ganz gleich ob es sich um eine private, gesellschaftliche oder geschäftliche Begegnung handelt, um ein Kind, einen Untergebenen oder einen völlig Fremden.
Ein Mann, der der Respekt verdient hat, wird auch nie nach oben buckeln und nach unten treten. Er wird die junge Frau, die ihm im Café seinen Cappucino oder Americano serviert, nie mit Geringschätzigkeit behandeln sondern ihr mit genau derselben Freundlichkeit begegnen, um die auch sie sich bemüht. Er wird den Mann im blauen Overall schätzen, der sein Auto nach einem technischen Problem wieder flottgemacht hat und ihm einen aufrichtigen Dank aussprechen. Und er wird von einem Untergebenen nicht mit geringschätzigen Worten reden, sondern alles tun, damit seine Selbstachtung gewahrt bleibt, auch wenn er für einen Fehler verantwortlich ist.
Im Englischen gibt es dazu das Sprichwort: Achte diejenigen, die neben dir stehen und beschütze diejenigen, die unter dir stehen.
Ein kleines unscheinbares Zeichen ist auch die Art, wie ein Mann auf Fragen reagiert. Antwortet er spontan und ohne groß nachzudenken, dann drückt er schon mit diesem kleinen Detail Geringschätzigkeit aus. Lässt er sich ein paar Sekunden Zeit, bevor er seine Sicht der Dinge äußert, dann ist das ein Zeichen von Respekt und er zeigt damit, dass er den Gegenüber ernst nimmt und sich selbst nicht als das Maß der Dinge sieht. Aber auch im ganz normalen Gespräch wird er Respekt demonstrieren, indem er durch wiederholtes Nicken seine Zustimmung unterstreicht und durch aufmerksames Zuhören sein Interesse betont.
Ein Mann, der etwas auf sich gibt, wird auch nie, nie, niemals irgendwo auftauchen, ohne ausdrücklich eingeladen zu sein. Und wenn er einer ausdrücklichen Einladung folgt, wird er immer in einem Kleidungsstil erscheinen, der dem Anlass angemessen ist. Alles andere wäre eine unausgesprochene Missachtung des Gastgebers. Legere Kleidung zu einem eher formellen Anlass ist genauso ein faux pas wie ein betont eleganter Auftritt im Kreis von Menschen, die sich eher zu einem informellen Treffen versammelt haben.
Gute Tischmanieren gehören für einen Mann mit guter Kinderstube zur Selbstverständlichkeit. Zum Beispiel wird er nie das letzte Stück nehmen, auch wenn das Essen noch so verführerisch und sein Hunger noch so groß ist. Das gehört sich einfach nicht und ist bestenfalls entschuldbar, wenn er ausdrücklich dazu aufgefordert wurde und kein Zweifel daran besteht, dass niemand anderes ebenfalls gerne darauf zugreifen möchte.
Ein echter Mann hat eben Prinzipien. Er denkt nicht klein klein und sieht einfach nur seinen persönlichen Vorteil, sondern hat immer auch die Empfindungen der anderen im Blick. Er folgt auch nicht einfach seinen Emotionen und lässt sich von der gegebenen Situation vereinnahmen. Er steht über den Dingen, denn genau das ist es, was echte Größe ausmacht.
Dasselbe trifft auch auf sein Verhältnis zu den Frauen zu. Er weiß, er ist der Mann und damit praktisch jeder Frau überlegen. Aber er wird diese naturgegebene Überlegenheit nie ausnutzen, auch wenn es noch so vorteilhaft für ihn ist. Im Berufsleben wird sich daher eine Untergeben voll auf seine Unterstützung verlassen können. Sie wird wissen, dass er sie nie im Regen stehen lassen, sondern schützend die Hand über sie halten wird, wenn sie Anfeindungen ausgesetzt ist.
Dasselbe trifft natürlich auch auf die Frau in seinem Leben zu, die ihn als ihren Mann versteht oder mit der er sogar verheiratet ist. In seinem Leben wird es immer nur diese eine und einzige Frau geben und er wird vor ihr keine Geheimnisse haben und sie erst recht nicht mit einer anderen Frau betrügen. Das passt einfach nicht zu seiner Lebenseinstellung und zu seinen Prinzipien. Wenn er sich von ihr trennen lassen will, dann wird sie es wissen und er wird gute Gründe dafür haben.
Dazu gehört, dass er es nie tolerieren wird, von seiner Frau respektlos behandelt zu werden. Redet sie zu anderen negativ über ihn, dann ist das für ihn ein Vertrauensbruch, der eine ganz große Entschuldigung verlangt. Er selbst würde das nämlich nie tun. Er würde sie daher zur Rede stellen und ihr klarmachen, dass das nie wieder vorkommen darf. Enge Partner wissen im Laufe der Zeit viele intime Details über einander und nicht alles davon ist positiv. Aber dieses Wissen hat vertraulich zu bleiben. Wer es gedankenlos oder gar mit destruktiven Absichten ausplaudert, zeigt keine Wertschätzung vor der Beziehung und ist diese Vertraulichkeit nicht mehr wert.
Spätestens nach dem zweiten Vertrauensbruch wird daher ein Mann, der etwas auf sich hält, die Reißleine ziehen und der ohnehin schon beschädigten Beziehung ein Ende setzen. Ein solcher Mann wird alles für seine Frau tun und sie vor allen äußeren Bedrohungen beschützen. Aber er wird im Gegenzug dafür absolute Treue von ihr verlangen. Er wird erwarten, dass sie sich voll mit ihm identifiziert und ie seine Gefühle verletzen.
Ein Mann mit Format zeichnet sich durch eine gewisse Kompromisslosigkeit aus. Er weiß, wofür er steht, wozu er bereit ist und was er auf keinen Fall toleriert. Untreue gibt es für ihn nicht und eine Frau, die mit einem anderen schläft wird lernen müssen, dass sie damit alles verliert, was ihre bisherige Beziehung ausgemacht hat. Denn diese Beziehung ist ab dem Augenblick der Untreue zu Ende. Aus einem Paar sind Gegner geworden. Und aus einem ehemals treuen Ehemann ein freier Mann, der nichts mehr mit ihr zu tun hat.
