Manipulatoren sind geschickt. Sie verstehen es, ihr destruktives Verhalten zu verschleiern und wirken gerne aus dem Hinterhalt heraus. Oft ist es ihnen auch gar nicht bewusst, dass sie sich manipulativ verhalten. Es ist einfach Teil ihrer Persönlichkeit und sie betrachten ihre Vorgehensweise als völlig normal.
Manche Menschen geben vor, ein Strand zu sein, aber in Wirklichkeit sind sie Treibsand.”
Steve Maraboli
Dabei ist die Tendenz zum manipulativen Verhalten nicht geschlechtsspezifisch und ist bei Frauen genauso zu finden, wie bei Männern. Wobei Männer eher gezielt vorgehen. Sie sind sich durchaus ihrer manipulativen Absichten bewusst und setzen sie mit voller Absicht ein. Zum Beispiel um ihre Partnerin klein zu halten. Oder um als Vorgesetzte andere unter ihre Kontrolle zu bringen. Das gibt ihnen ein Gefühl der Überlegenheit und erlaubt ihnen, auf indirekte Weise Macht auszuüben, ohne dafür offene Aggressionen einsetzen zu müssen.
Bei Frauen sieht das Bild oft ganz anders aus. Bei ihnen steht nicht so sehr die unmittelbare Macht über andere im Vordergrund, sondern die subtile Manipulation. Das heißt, sie arbeiten aus der Deckung heraus und vermitteln nach außen ein völlig anderes Bild von sich, als die Persönlichkeit, die sie wirklich sind.
Eine Frau hat mit Manipulation eine Jahrtausende alte Erfahrung. Frauen zählten in der Geschichte nur ganz selten zu den Mächtigen, die einfach ihre Macht benutzen konnten, um über andere zu bestimmen. Sie befanden sich meist in einer nachrangigen Stelle im Machtgefüge und mussten daher äußerst geschickt vorgehen, um zu erreichen, was sie wollten. Das ist zu einem festen Bestandteil ihrer Genetik geworden und erklärt, weshalb manipulative Frauen weitaus häufiger zu finden sind, als ihrer Umgebung bewusst ist.
Nicht wenige Männer werden Opfer einer manipulativen Frau und brauchen viele Jahre, bis sie sich dieser Tatsache bewusst werden.
Ein Artikel in der Fachzeitschrift Journal of Personality weist darauf hin, dass Manipulatoren mit ihren unterschiedlichen Strategien versuchen, die Kontrolle über andere zu erlangen, bewusst Chaos und Unsicherheit zu erzeugen und auf schleichende Art das Selbstwertgefühl ihrer Opfer zu zerstören. Doch du bist als Mann einer manipulativen Frau nicht ausgeliefert. Ganz im Gegenteil, du kannst selbst manipulative Strategien benutzen, um sie in deinem Sinne zu beeinflussen. Denn letztendlich willst du ja kein Loser sein, der sich von einer Frau beeinflussen lässt. Du willst die Zügel selbst in die Hand nehmen und selbst bestimmen. Du willst der Mann sein, der seinen Weg selbst bestimmt und den seiner Frau gleich mit dazu.
Das Grundprinzip heißt also: Manipuliere selbst, anstatt manipuliert zu werden.
Wenn sie dich kleinredet, um an deinem Selbstwertgefühl zu kratzen, dann sage ihr völlig unaufgeregt, dass wir in einer freien Welt leben und sie natürlich frei ist, ihren eigenen Weg zu gehen und sich einen besseren Mann zu suchen, der ihr ein besseres Leben bietet. Damit nimmst du ihr den Wind aus den Segeln und das Argument ist für alle Zeiten vom Tisch.
Natürlich wird dann sofort das Killerargument im Sinne von „du liebst mich nicht“ kommen. Nicht weil sie das wirklich glaubt, sondern weil sie dir ein schlechtes Gewissen einreden will. Es ist übrigens der Universalspruch, den jede manipulative Frau drauf hat, wenn du nicht tust, was sie sich vorstellt. Die meisten Männer knicken spätestens an dieser Stelle ein und stürzen sich in ungeplante Ausgaben, nur um ein nerviges Weib ruhigzustellen.
Nur, warum solltest du das tun? Du bist schließlich der Mann im Haus und hast es nicht nötig, dich emotional erpressen zu lassen. Weise sie also freundlich darauf hin, wie lange ihr schon zusammen seid und frage sie, ob sie wirklich glaubt, was sie da sagt. Außerdem: Liebe ist keine Einbahnstraße, sondern beruht immer auf Nehmen und Geben. Was ist sie also bereit, dir zu geben, wenn sie schon Forderungen stellt und deine Motive ihr gegenüber anzweifelt?
Außerdem: Wie sieht es eigentlich mit ihrer Liebe zu dir aus? Ist sie bereit, einen Schlussstrich unter euer gemeinsames Leben zu ziehen zu ziehen, nur weil du ihren Vorstellungen nicht gerecht wirst? Wenn ja, dann solltest du vielleicht darüber nachdenken, wer diesen Schlussstrich ziehen sollte.
Eine Frau kann dich um etwas bitten. Aber wo ausreichend starke Gefühle im Spiel sind, sollte es eigentlich keine Forderungen geben. Wo es ein starkes Wirgefühl gibt, sollten eigentlich die Grenzen zwischen ich und du verschwimmen und die gemeinsamen Ziele sollten im Vordergrund stehen. Emotionale Erpressung hat hier nichts zu suchen und unfaire Angriffe auf die Schwächen des Anderen erst recht nicht. Schließlich ist nicht nur sie es, die mit deinen Schwächen leben muss. Auch du musst ihre negativen Eigenschaften ertragen. Und wenn du schon eine Weile mit ihr lebst, wirst du vermutlich einige davon benennen können.
Doch ein verbaler Schlagabtausch bringt hier nichts. Eine manipulative Frau wird versuchen, dich in eine unendliche Diskussion zu verwickeln, bis die Stimmung total vergiftet ist und auf die sprachliche Explosion eine lange Phase des Schweigens folgt. Da ist es meist besser, wenn du konsequent dicht machst und und sinnlose Streitereien gar nicht erst entstehen lässt. Denn zum Streiten gehören zwei und wenn einer davon still bleibt, läuft jedes Argument ins Leere. Zumindest läufst du dabei nicht Gefahr, unbedachte Äußerungen zu machen, die sie dir dann ein Leben lang vorhalten kann.
Denn der Klügere gibt selten nach, sondern entzieht sich der Auseinandersetzung. Ohne Gegner wird es nämlich schwierig, Krieg zu führen. Genauso, wie es für eine Frau praktisch unmöglich ist, einen Mann zu manipulieren, der ihre Absichten durchschaut und sie gleich von Anfang an auflaufen lässt.
Ein Satz wie „Schatz, wenn du mich wirklich liebst, dann …“ verhallt dann reaktionslos im Raum, denn er weiß, dass das lediglich der Auftakt für weitere Aussagen ist, die das Ziel haben, ihn zu verunsichern und seine Motive infrage zu stellen.
Wenn sie schwört, „Ich tue das alles nur für dich,“ dann muss er nicht weiter zuhören, denn sie will damit nur zum Ausdruck bringen, dass er eben ihrer Ansicht nach zu wenig für sie tut und daher unbedingt auf ihre Forderung eingehen muss.
Die Frage „Wie kannst du nur so unsensibel sein?“ entlarvt ein informierter Mann sofort als leere Floskel, genauso wie „Du nimmst nie Rücksicht auf mich.“ Solche Aussagen hören sich zwar wie richtig schwere Vorwürfe an. In Wirklichkeit sind sie jedoch nur rhetorische Luft mit durchschaubaren Absichten. Darüber zu diskutieren lohnt nicht, denn damit wird lediglich eine unendliche Spirale an Vorwürfen und Unterstellungen losgetreten.
Mit dem Vorwurf „Du verhältst dich genauso wie …“ hat sie eigentlich bereits die rote Linie überschritten. Eine Frau, die ihren Mann mit anderen Männern vergleicht, um ihn irgendwie herabzuwürdigen, sollte eigentlich gleich ihre Koffer packen. Jeder Mensch hat positive und negative Eigenschaften. Aber die positiven Seiten des einen mit den negativen des anderen zu vergleichen, ist eindeutig manipulativ und sollte zwischen Menschen, die sich nahestehen, eigentlich nicht vorkommen.
Zu toppen ist das eigentlich nur noch mit der Aussage „Du verlierst immer mehr den Verstand.“ Jetzt ist die Schwelle von der Unterstellung zum offenen Angriff überschritten. Wenn ihr nicht zusammenlebt, sind spätestens jetzt Taten statt Worte angesagt. Doch als Mann solltest du weiterhin Herr der Lage bleiben und einen kühlen Kopf bewahren. Findet die Auseinandersetzung bei ihr statt, dann lass dich zu keinen weiteren hochemotionalen Aussagen verführen, sondern verlasse einfach wortlos das Haus. Nehme deine Sachen mit und werfe ihren Schlüssel in den Briefkasten, bevor du das Haus verlässt. Ist es dein Haus, dann fordere sie auf ihre Sachen zu packen und auszuziehen. Sofort. Ohne weitere Diskussion. Lebt ihr bereits zusammen, dann überlege eine Nacht lang, wie du dich von ihr trennen willst und sage es ihr am nächsten Morgen.
Sie muss wissen, dass du es ernst meinst. Und sie muss verdammt große Anstrengungen unternehmen, um die Wogen wieder zu glätten. Denn du bist immer noch der Mann und hast es nicht nötig, dich von einer Frau herunterputzen zu lassen.
