Beziehung: Sein Ziel ist nicht Freundschaft, sondern Besitz.

Wir leben in einer Zeitepoche ohne Tabus. Zumindest in der westlichen Welt haben sich die Regeln für das Zusammenleben radikal verändert. Während Paare früher die lebenslange Ehe als oberstes Ziel hatten, redet man heute nur noch von „Beziehung“ und das kann alles Mögliche bedeuten.

Im einfachsten Fall ist eine Beziehung lediglich eine lockere Freundschaft. Die kann zwar viele Jahre bestehen und ist im Einzelfall vielleicht dauerhafter als jede formale Ehe, die nach nur wenigen Jahren in einer aufwendigen Scheidung endet. Aber sie ist beruht selten auf Ausschließlichkeit. Denn eine Frau, mit der du lediglich befreundet bist, wird sich frei fühlen, sich auch mit anderen Männern zu treffen. Und das natürlich auch, wenn du nicht dabei bist und keinen Einfluss auf sie hast.

Das kann völlig harmlos sein, wenn sie dich wirklich liebt und eure Beziehung gefestigt ist. Doch es kann auch ganz schnell zum Ende der Beziehung führen, wenn ihr euch gerade in einer Krise befindet und sie Gefühle für einen anderen Mann entwickelt, der sich offen für sie zeigt und ihr die Illusion vermittelt, wesentlich verständnisvoller zu sein, als du es zu sein scheinst.

In einer Beziehung gibt es zwar persönliche Vereinbarungen, aber keine festen Regeln. Es gibt keinen gesetzlichen Rahmen, der die Details regelt. Es gibt auch kein zeitraubendes bürokratisches Prozedere, wenn eine Trennung im Raum steht. Eine unzufriedene Frau in einer lockeren Beziehung muss nur ihre Sachen packen und kann gehen. Von jetzt auf nachher. Ohne Warnung oder vorherige Ankündigung. Zum Beispiel, während du nichtsahnend deiner Arbeit nachgehst. Du kommst einfach abends nach Hause und alle Spuren von ihr sind beseitigt. Sie ist nicht mehr da und nur noch ein Stück Erinnerung. Einfach so. Endgültig. Für immer.

Mann und Frau können eben nicht einfach nur Freunde sein. Zumindest klappt das nur äußerst selten. Unsere Genetik hat diesen Fall schlicht und einfach nicht vorgesehen. Unsere Emotionen spielen dabei nicht mit. Und unser Sexualtrieb setzt sich heftig dagegen zur Wehr.

Denn auch wenn das heute niemand mehr offen ausspricht: Ein Mann wird eine Frau nur dann als rein platonische Freundin sehen, wenn er sie absolut nicht anziehend findet. Wenn sie eine Frau ist, mit der er sich vielleicht bestens austauschen und stundenlang unterhalten kann, aber nicht viel mehr. Oder auch wenn sie zwar gemeinsame Interessen haben, aber sie einfach zu alt für ihn ist, zu unattraktiv, zu wenig sexuell anziehend.

Ansonsten wird die Sache nicht funktionieren. Zumindest nicht auf Dauer. Denn wenn nicht zumindest der Wunsch nach einem One-Night-Stand da ist, wird sich daraus auch keine Beziehung entwickeln.

Die reine Freundschaft ohne Hintergedanken ist daher die absolute Ausnahme. Wenn die Frau auch nur halbwegs attraktiv ist, wird der Mann nämlich automatisch an Sex denken. Sein Gehirn lässt einfach nichts Anderes zu. Er wird sie vielleicht nicht so schnell wie möglich rannehmen und ficken wollen. Aber er wird zumindest an die Möglichkeit denken und wenn sich die Gelegenheit ergibt, wird er auch seine heimlichen Wünsche Wirklichkeit werden lassen.

Eine Frau, die sehr locker mit männlichen Bekanntschaften umgeht, ist daher auch eine Gefahr für jeden Mann, der mit ihr in einer festen Beziehung steht. Denn, wie gesagt, Beziehungen lassen sich lösen. Problemlos. Ohne großen Wirbel. Ohne Rechtsanwalt und ohne weitreichende wirtschaftliche Folgen. Was ihm gehört, gehört auch weiterhin ihm. Was ihr gehört, kann sie mitnehmen. Nur was beiden gemeinsam gehört, sorgt vielleicht für Streit und erfordert eine Entscheidung. Ganz gleich, ob es sich dabei um ein Auto handelt, um Möbel, um eine Wohnung oder ein Haus. Oder ein gemeinsames Kind.

Es ist daher gut, wenn ein Mann die uralten Naturgesetze im Kopf hat, die im Laufe von tausenden von Jahren fester Bestandteil unserer Genetik geworden sind. Eine Frau, mit der er schläft, ist entweder eine Nutte oder gehört ihm. Und wenn sie ihm gehört, dann muss er sich um sie kümmern. Er muss sie vor fremden Einflüssen und Übergriffen beschützen. Er muss ihr Verhalten im Auge behalten, um Gefahren für seine Interessen rechtzeitig zu erkennen. Er muss sie bewachen und überwachen.

Und wenn sie allzu viel Nähe zu anderen Männern aufbaut, muss er es verhindern. Er darf sie nie allein ausgehen lassen, um sich mit Freunden zu treffen. Er muss ihr zeigen, dass er sie liebt und ihr klarmachen, dass sie die Einzige in seinem Leben ist. Aber sie muss auch wissen, dass er mit seiner Liebe weitreichende Ansprüche auf sie erhebt. Denn was die eigene Frau von der Nutte unterscheidet, ist Ausschließlichkeit. Denn eine Nutte geht mit jedem, der scharf auf sie ist und ihr Geld oder Vorteile verschafft, wenn sie ihm dafür ihren Körper zur Verfügung stellt. Eine treue Frau hingegen wird daran noch nicht einmal denken.

Wobei ihre Treue durchaus ihren Preis hat. Darauf kann er sich nämlich auf Dauer nur verlassen, wenn auch er sich ausschließlich auf sie und das gemeinsame Miteinander konzentriert. Wenn er zwar nicht unbedingt großen Abstand von allen anderen Frauen hält, aber es nie auch nur zu einem Flirt kommen lässt, ganz gleich wer den initiiert. Wenn er eine dauerhafte Beziehung mit seiner Frau höher schätzt als jede noch so große Versuchung.

Frauen reagieren nämlich bei weitem nicht so bereitwillig auf sexuelles Verlangen, wie es Männer tun. Wenn eine Frau einen Mann verlässt, mit dem sie lange Zeit zusammengelebt hat, dann hat das meist gute Gründe, zu denen er nicht ganz wesentlich beigetragen hat. Denn wenn sie sich seiner Treue sicher sein kann, dann wird sie auch jeder Versuchung widerstehen und geradezu demonstrativ die Rolle der Frau an seiner Seite spielen.

Es gibt zwar Abweichungen von der Regel. Aber grundsätzlich kann man kann sagen, dass Frauen kein Problem damit haben, von einem Mann abhängig zu sein. Die Emanzenwelt redet ihnen zwar immer wieder das Gegenteil ein, aber das Glück der Frau ist keine Frage von Freiheit und Unabhängigkeit. Es ist vor allem eine Frage von Sicherheit und Geborgenheit. Eine Frau in einer stabilen Beziehung wird daher auch eine zufriedene Frau sein. Sie neigt nur wenig dazu, sich auf Abenteuer einzulassen und nimmt dafür gerne in Kauf, von ihrem Mann voll und ganz abhängig zu sein.

Doch diese Sorte Frau wird immer seltener. In unserer materialistischen Welt zählt nämlich vor allem das Ich und die Fokussierung auf die eigenen Vorteile steht im Vordergrund. Treue und gegenseitiges Vertrauen werden heute geradezu als Risiko gesehen und immer nur vom Anderen erwartet. Selbst will man hingegen vor allem frei und unabhängig sein. Wer sich diesem Trend widersetzt, braucht mittlerweile schon eine ausgeprägte charakterliche Festigkeit und die hat heute bei weitem nicht mehr jede Frau.

Das gemeinsame Wir ist daher heute wesentlich weniger gefragt als das egoistische Ich. Also muss ein Mann davon ausgehen, dass seine Frau auch in einer eigentlich gut laufenden Beziehung immer auch den eigenen Vorteil im Blick hat. Sie wird ihre Chancen erkennen und auch nutzen. Sie ist in der me-first-Gesellschaft aufgewachsen und denkt vor allem materialistisch. Also wird sie jederzeit offen für Veränderungen sein und wenig Hemmungen haben, einen Mann zu verlassen, wenn ihr ein anderer mehr Vorteile zu bieten scheint.

Ein Mann, der großen Wert darauf legt, seine jetzige Frau nicht zu verlieren, wird daher dafür sorgen, dass sie möglichst keinen Versuchungen ausgesetzt ist. Er wird alles tun, um den für ihn nachteiligen Einfluss ihres sozialen Umfelds zu beschränken, damit sie nicht auf „dumme Gedanken“ kommt. Er wird daher ihre Abhängigkeit ausbauen, um sie möglichst umfänglich zu „seiner“ Frau im Sinnes seines persönlichen Besitzes zu machen, über den ausschließlich er verfügen kann.

Dafür muss er ihre Emotionen kontrollieren, ihre wirtschaftliche Abhängigkeit zementieren und jede Bestrebung nach Freiheit und Unabhängigkeit unterdrücken.

error

Interessant? Dann teile doch diesen Inhalt.

Telegram
Pinterest
fb-share-icon
WhatsApp
Follow by Email