Kennenlernen: Mag sie dich, dann zeigt sie es

Frauen geben sich gerne geheimnisvoll und unergründlich. Aber sie verraten ihre Absichten unübersehbar und ohne dass es Ihnen bewusst ist. Du musst nur ihren nicht enden wollenden Wortschwall überhören und dich stattdessen auf ihre Körpersprache konzentrieren.

„Der Körper lügt nie,“ sagte mir vor vielen Jahren eine Psychologin, mit der ich freundschaftlich verbunden war. Ich hatte ihr geklagt, dass ich bei Frauen einfach kein Glück hatte. Nach der Trennung von meiner ersten und bisher einzigen Ehefrau habe ich zwar gefühlt hundert andere Frauen getroffen, aber der berühmte Funke ist lange Zeit bei keiner übergesprungen.

Die Psychologin riet mir zu einem einfachen Trick: „Umarme sie zum Abschied und beobachte ihre Reaktion. Versteift sie sich dabei, dann ist zwischen dir und ihr nichts passiert. Reagiert sie auf deine Annäherung, besteht zumindest Hoffnung.“

Ich habe von da an jedes Date mit einer mehr oder weniger innigen Umarmung beendet und, ja, die Körpersignale der Frau stimmten immer mit der weiteren Entwicklung ein. Wirklich immer.

Doch man muss keinen ganzen Abend lang warten, um zu erfahren, ob man bei ihr angekommen ist, oder sie eher gleichgültig gelassen hat. Meist zeigt sie schon während des Gesprächs, ob da eine Schwingung zwischen ihr und dir entstanden ist oder eher nicht. Sieht sie dir beim Gespräch in die Augen und scheint dir förmlich jedes Wort von den Lippen abzulesen, dann hält sie verdammt viel von dir und dem, was du sagst. Schweifen ihre Blicke häufiger ab (wenn auch nur für kurze Augenblicke), dann heißt das nichts anderes, als dass du sie langweilst.

Wenn sich dabei auch noch ihre Pupillen weiten, dann bewundert sie dich. Alle ihre Sensoren sind jetzt auf Empfang und du stehst voll im Mittelpunkt ihrer Wahrnehmung. Deutlicher kann sie ihr Interesse nicht zum Ausdruck bringen, ohne ein einziges Wort zu sagen.

Findet das Gespräch im Stehen statt, dann achte vor allem auf ihre Füße. Steht sie leicht seitlich zu dir und ihre Füße zeigen an dir vorbei, dann ist das ein eindeutiges Warnzeichen: Eigentlich fühlt sie sich nicht ganz wohl mit dir und würde gerne gehen, aber ihre anerzogene Höflichkeit und andere gesellschaftliche Normen hindern sie noch daran. Meist ist dann auch ihr Blickkontakt nicht eindeutig und sie scheint ständig an dir vorbei zu sehen, als ob sie auf der Suche nach etwas ist. Vermutlich wird es jetzt nicht mehr allzu lange dauern, bis sie einen Vorwand findet, um sich von dir zu entfernen.

Zeigen hingegen ihre Zehenspitzen genau auf dich und sie ist dir direkt zugewandt, dann hast du ihre volle Aufmerksamkeit und vielleicht sogar ihre Zuneigung. Sie fühlt sich ganz offensichtlich wohl in deiner Gegenwart und lässt sich auf allen Ebenen ihres Ichs auf dich ein.

Spielt sie unbewusst mir ihrem Haar und wirft es wiederholt zurück, dann hat sie Feuer gefangen und ist im Flirt-Modus. Das ist nicht weniger als der Anfang eurer Geschichte und eine klare Aufforderung: Sieh mich an. Bin ich nicht hübsch? Begehrst du mich insgeheim? Möchtest du mit mir spielen, zuerst einmal mit Worten und später noch ganz anders? Sollen wir gehen und bei dir oder bei mir weitermachen?

Zeigt sie eine gewisse Unruhe in deiner Gegenwart und streicht ständig ihre Kleidung zurecht, dann ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass du ihr nahe gehst. Sie ist sich tausend Unvollkommenheiten bewusst an ihrem Aussehen, denn sie will perfekt für dich aussehen und dich beeindrucken. Du kannst davon ausgehen, dass es genau diese Unruhe ist, die eine tiefe innere Zuneigung verrät. Sie ist geradezu nervös in deiner Gegenwart, denn sie hält viel von dir und sehnt sich nach deiner Nähe und vielleicht sogar Berührung. Sie spürt eine gewisse elektrisierende Spannung und du weißt, dass sich in ihrem Höschen bereits erste Feuchtigkeit bildet.

Eine gewisse Unsicherheit ist auch daran zu erkennen, dass sie sichtbar verlegen wirkt. Manche Frauen erröten geradezu, wenn sie dem Mann ihrer heimlichen Gedanken begegnen. Ihre Körpertemperatur schießt spürbar in die Höhe und es ist ihr peinlich, dass du es mitbekommst. Aber sie kann nichts dagegen tun, denn es passiert automatisch und verrät brutal, was in ihr vor sich geht. Eine Frau, die in deiner Gegenwart sichtbar errötet, ist fast immer feucht und es ist durchaus erregend, das zu wissen.

Ihre Bereitschaft zu mehr Nähe ist auch daran zu erkennen, dass sie sich scheinbar unbewusst zu dir vorbeugt, als würde sie dich nicht richtig hören und wolle kein Wort vermissen. In dieser Phase kommt es auch zu ersten, spontanen und scheinbar flüchtigen Berührungen. Die Etikette verbietet ihr zwar noch, dich hier und jetzt zu küssen, aber genau das würde sie jetzt gerne tun. Hätte sie jetzt kein Höschen an, würden ihr vermutlich in diesem Augenblick schon die ersten Tropfen die Beine herunterrinnen.

Doch die Königsdisziplin ist ihr Lächeln. Wirkt es echt oder eher routiniert? Erlischt es sofort, wenn du den Blick abwendest oder bleibt es erhalten? Ist es spontan und taucht immer wieder auf, wenn sie dich ansieht? Überbrückt es instinktiv Gesprächspausen und erfüllt sie damit mit Leben? Ist es Teil ihrer Persönlichkeit oder wirkt es aufgesetzt?

Ein aufmerksamer Mann kann zwischen Lächeln und Lächeln unterscheiden. Er spürt instinktiv, ob ihr Lächeln aus dem Herzen kommt und wirklich nur ihm und keinem anderen gilt, oder ob sie einfach ein freundliches Wesen ist, das jeden Mann so anlächelt, dem sie irgendwo flüchtig begegnet.

Ein Mann, der die unbewusste Körpersprache einer Frau kennt, kann sie lesen wie ein aufgeschlagenes Buch. Sie kann sich noch so verstellen, die Unnahbare spielen oder Desinteresse heucheln. Ihr Körper lügt nie. Sie kann zwar ihre Worte steuern, aber die Gestik und die über viele Jahre verinnerlichten Körpersignale beherrscht sie nicht oder nur sehr unvollkommen.

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